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Informationen zur öffentlichen Wasserversorgung in der Gemeinde Dörentrup

Am 22. März 2021 findet erneut der Internationale Tag des Wassers statt. Dieser Tag ist dem wichtigsten Lebensmittel, unserem Trinkwasser gewidmet. Gerade vor dem Hintergrund des sich verändernden Klimas kommt der Sicherung der Versorgung der Bürger*Innen mit hochwertigem Trinkwasser höchste Bedeutung zu.

Anlässlich dieses besonderen Tages möchte die Gemeinde Dörentrup über die Situation der öffentlichen Wasserversorgung im Gemeindegebiet informieren.

Aktuell erfolgt die Trinkwasserversorgung in der Gemeinde über eine Quellfassung sowie 2 Tiefenbrunnen. Daraus werden täglich durchschnittlich etwa 1.100 m³ Wasser gefördert. Allein die Quellfassung liefert aktuell ca. 85 % des täglichen Bedarfs an Trinkwasser. Über ein etwa 115 km langes Verteilungsnetz gelangt das Wasser zu den einzelnen Verbrauchsstellen. Neben den Privathaushalten nutzen im Wesentlichen Gewerbebetriebe und Landwirtschaftliche Unternehmen das kostbare Nass. Momentan sind etwa 2.535 Wasserzähler installiert.

Um die Versorgung der Bevölkerung jederzeit sicherstellen zu können betreibt die Gemeinde 4 Hochbehälter als Reservespeicher.

Die höher gelegenen Gemeindegebiete werden durch Druckerhöhungsanlagen versorgt.

Zum besonderen Schutz der Quellfassung wurde bereits im Jahr 1987 ein Wasserschutzgebiet mit entsprechender Schutzgebietsverordnung ausgewiesen. Darin sind unterschiedliche genehmigungspflichtige oder verbotene Tatbestände festgeschrieben.

Grundsätzlich zeichnet sich das Dörentruper Trinkwasser durch eine sehr gute Qualität aus. Nur in einer kleinen Wassergewinnungsanlage liegt der Nitratgehalt über dem nach der Trinkwasserverordnung zulässigen Wert. Die Gemeinde stellt dazu klar, dass nur Wasser mit nach Art und Menge zulässigen Inhaltsstoffen, zur Nutzung für den menschlichen Gebrauch zur Verfügung gestellt wird.

Zur Sicherung der Wasserqualität in Einzugsgebieten von Wassergewinnungsanlagen in Lippe haben sich alle größeren Wasserversorger und die heimische Landwirtschaft zu einer Kooperation Landwirtschaft/ Wasserwirtschaft im Kreis Lippe zusammen geschlossen. Ziel ist in Wasserschutzgebieten eine ordnungsgemäße Landbewirtschaftung ohne Ertragseinbußen zu etablieren. Diese Kooperation besteht jetzt seit mehr als 25 Jahren und ist auch im Dörentruper Gemeindegebiet tätig. Sie hat bewirkt, dass in vielen Gebieten sich die Qualität verbessert hat, ohne dass die Landwirtschaft Einkommenseinbußen hinnehmen muss.

Erfreulich ist, dass das im Gemeindegebiet gewonnene Trinkwasser keinerlei Aufbereitung oder Behandlung unterzogen werden muss. So rein und klar wie es in den drei Gewinnungsanlagen gefördert wird, kann es direkt in das Versorgungssystem eingespeist werden.

Um auch die Versorgung im Notfall sicherstellen zu können besteht mit den Stadtwerken Lemgo eine Vereinbarung zur Lieferung von Trinkwasser über eine bestehende Notwasserleitung. Darüber ist es möglich kurzfristig weitere Wassermengen zur Trinkwasserversorgung bereitzustellen.

Die eigentliche Grundwasserneubildung findet in der Regel zwischen November und März statt. In den vergangenen Jahren war es gerade in dieser Zeitperiode sehr trocken. Die Gemeinde Dörentrup ist jetzt froh und erleichtert, dass es in den vergangenen Wochen wieder verstärkt Niederschläge gegeben hat. Jetzt besteht die große Hoffnung, dass sich die Grundwasservorräte wieder zufriedenstellend füllen.

Die Versorgung der Dörentruper Bürger*Innen hat oberste Priorität. Im Rahmen der Daseinsfürsorge und vor dem Hintergrund des sich ändernden Klimas hat die Gemeinde Dörentrup damit begonnen mögliche weitere Standorte für Wassergewinnungsanlagen zu erkunden. Dazu wurde vor etwa 2 Jahren ein Wasserversorgungskonzept erstellt, das in regelmäßigen Abständen fortgeschrieben wird. Darin sind Maßnahmen zur langfristigen Sicherung der Versorgung der Dörentruper Bevölkerung mit quantitativ und qualitativ hochwertigem Trinkwasser festgeschrieben.

Zukünftig wird es immer wichtiger sein unser Trinkwasser bewusst und verantwortungsvoll zu nutzen. Mit der Ressource Wasser muss daher achtsam umgegangen werden..

Die wichtigsten Aufgaben bleiben das bisherige Wasserdargebot zu erhalten und die gute Trinkwasserqualität nachhaltig zu sichern.

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