Gemeinde Dörentrup | Dienstleistungen von A-Z

 

Dienstleistungen von A-Z



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Wohngeld


Zuständige Behörde:

Poststraße 11
32694 Dörentrup
Telefon:  05265/739-0
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Ansprechpartner:

Herr Michael Reese
-Fachbereich 2, Ordnung und Soziales-
Wohngeld, Grundsicherung, Hilfe zum Lebensunterhalt, Asyl, Sportangelegenheiten


Telefon:
05265/739-1119

Fax:
05265/739-2119



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Herr Stefan Hilmert
-Fachbereich 2, Ordnung und Soziales-
Wohngeld, Grundsicherung, Hilfe zum Lebensunterhalt, Asyl


Telefon:
05265/739-1120

Fax:
05265/739-2120



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Informationen


Wohngeld ist ein vom Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen jeweils zur Hälfte getragener Zuschuss zu den Wohnkosten.

Wohngeld wird nur auf Antrag zur wirtschaftlichen Sicherung angemessenen und familiengerechten Wohnens zu den Aufwendungen für den Wohnraum geleistet (§§ 7, 26 Sozialgesetzbuch I, § 1 Wohngeldgesetz). Damit sollen die Wohnkosten für einkommensschwache Haushalte, die keine Transferleistungen wie Sozialgeld oder Arbeitslosengeld II erhalten, tragbar gestaltet werden. Das Wohngeld wird als Miet- oder Lastenzuschuss gezahlt.

 
Wohngeldberechtigt für einen Mietzuschuss sind:

  • Mieter oder Untermieter von Wohnraum
  • Inhaber einer Genossenschafts- oder Stiftswohnung
  • Inhaber eines mietähnlichen Dauerwohnrechts
  • Bewohner von Heimen im Sinne des Heimgesetzes
  • Eigentümer, die Wohnraum im eigenen Mehrfamilienhaus bewohnen


Wohngeldberechtigt für einen Lastenzuschuss für den eigengenutzten Wohnraum sind:

  • Eigentümer eines Eigenheims, einer Eigentumswohnung, einer landwirtschaftlichen
    Nebenerwerbsstelle oder Inhaber eines eigentumsähnlichen Dauerwohnrechts - bei
    Miteigentümern jeder für den von ihm genutzten Wohnraum.

 
Voraussetzung für die Gewährung von Wohngeld ist, dass es sich um Aufwendungen für eigengenutzten Wohnraum (Mieten oder Belastungen aus Kapitaldienst und Bewirtschaftung) handelt, die berücksichtigungsfähig und zuschussbedürftig sind. Miete im Sinne des Wohngeldgesetzes ist das Entgelt für die Gebrauchsüberlassung des Wohnraums (einschließlich Betriebskosten wie Kosten des Wasserverbrauchs, der Abwasser- und Müllbeseitigung), allerdings ohne die Kosten für Heizung, Warmwasser, die Vergütungen für Möbel, Garagen, Gärten und Zuschläge für Untervermietung sowie die Benutzung von Wohnraum zu anderen als Wohnzwecken.

 
Berücksichtigungsfähig sind nur angemessene Aufwendungen. Die über bestimmten Höchstbeträgen liegenden Aufwendungen werden nicht berücksichtigt. Die Höchstbeträge richten sich nach der Haushaltsgröße und der Mietenstufe der Gemeinde, in der die Wohnung liegt (Liste der Mietenstufen (Tabelle zu § 12 Wohngeldgesetz). So liegt z.B. der berücksichtigungsfähige Höchstbetrag für die Miete bei einem Ein-Personen-Haushalt je nach Mietenstufe (Liste der Mietenstufen) zwischen 292 und 407 €, bei einem Vier-Personen-Haushalt zwischen 490 € und 693 € monatlich.

Die Zuschussbedürftigkeit bestimmt sich vor allem nach dem anrechenbaren Gesamteinkommen (absolute Einkommensgrenze seit 1. Januar 2009 für einen Alleinstehenden 870 €, für einen Vier-Personen-Haushalt 1.900 € monatlich). Hierzu zählen die steuerpflichtigen positiven Einkünfte im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Einkommensteuergesetzes aller zum Haushalt rechnenden Personen, wovon die nach dem Steuerrecht vorgesehenen Werbungskostenpauschalen oder nachgewiesene höhere Werbungskosten abzusetzen sind. Darüber hinaus sind noch die im Wohngeldgesetz im Einzelnen aufgeführten steuerfreien Bezüge (z.B. Arbeitslosengeld I, Kurzarbeitergeld, Krankengeld aber auch Unterhalt) anrechenbar. Als Abzugs- und Freibeträge kommen z.B. ein pauschaler Abzug von 6 %  bis 30 % (je nachdem, ob Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, Rentenversicherung oder vergleichbaren Einrichtungen und Steuern vom Einkommen gezahlt werden) sowie Freibeträge für besondere Personengruppen (z.B. unter bestimmten Voraussetzungen für Kinder unter zwölf Jahren ein Freibetrag von 600 € und für schwerbehinderte Menschen je nach Grad der Behinderung von 1.200 € oder 1.500 € jährlich) in Betracht.

Die Höhe des Wohngeldes richtet sich also nach der Haushaltsgröße, dem anrechenbaren monatlichen Gesamteinkommen und der zu berücksichtigenden Miete oder Belastung (Wohngeldtabellen). Es wird vom Beginn des Antragsmonats an in der Regel für die Dauer von zwölf Monaten gezahlt. Danach muss ein neuer Antrag gestellt werden. Sollte sich innerhalb des 12-monatigen Bewilligungszeitraumes die Anzahl der Haushaltsmitglieder erhöhen oder verringern oder das Gesamteinkommen des Haushalts oder die Miete um mehr als 15 % erhöhen oder verringern, wird das Wohngeld neu berechnet. Bei einem Umzug wird der Wohngeldbescheid für die bisherige Wohnung kraft Gesetzes unwirksam. Hier sollte deshalb unverzüglich ein neuer Wohngeldantrag für die neue Wohnung gestellt werden. Der Wohngeldantrag ist mit dem entsprechenden Antragsvordruck und den erforderlichen Nachweisen bei der Wohngeldstelle Ihrer Gemeinde- oder Stadtverwaltung einzureichen.

Wohngeld wird u.a. versagt,

  •  für Haushalte, zu denen ausschließlich Familienmitglieder rechnen, denen Leistungen zur
     Förderung der Ausbildung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz oder den §§ 59, 
     101 Abs. 3 oder § 104 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch dem Grunde nach zustehen;        
  •  wenn kein Miet- oder Eigentumsverhältnis vorliegt (z.B. für Hotel oder Schlafplatz)      
  •  wenn die Inanspsruchnahme missbräuchlich wäre, insbesondere bei erheblichem Vermögen


Jedes Haushaltsmitglied kann nur für eine Wohnung wohngeldberechtigt sein.


Darüber hinaus haben Bezieherinnen und Bezieher von folgenden Transferleistungen keinen Anspruch auf Wohngeld, da sie ihre Unterkunftskosten schon mit der jeweiligen Transferleistung erstattet bekommen:

  • Arbeitslosengeld II und Sozialgeld nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch,
  • Wohnkostenzuschuss für Auszubildende nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch,
  • Übergangsgeld und Verletztengeld in Höhe des Arbeitslosengeldes II nach dem Sechsten 
    bzw. Siebten Buch Sozialgesetzbuch,
  • Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach
    dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch,
  • Ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Bundesversorgungsgesetz,
  • Leistungen in besonderen Fällen und Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz,
  • Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe nach dem Achten Buch Sozialgesetzbuch, wenn alle 
    zum Haushalt gehörenden
  • Personen zu den Empfängern dieser Leistung gehören.

 
Seit 1. Januar 2011 erhalten Personen für die Kinder, welche bei der Wohngeldbewilligung berücksichtigt worden sind und für die Kindergeld bezogen wird, Leistungen für Bildung und Teilhabe nach dem Bundeskindergeldgesetz. Nähere Informationen finden Sie hier.

 
Für die Landesregierung ist das Wohngeld auch weiterhin ein wesentliches Element der sozialen Wohnraumversorgung. Zusammen mit den Mitteln des Bundes sind 2010 rund 220.000 Haushalten in Nordrhein-Westfalen insgesamt etwa 416 Millionen Euro Wohngeld zur Verfügung gestellt worden. Weitere Informationen und Beispiele zum Wohngeld sind auch beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unter "Wohngeld 2009 - Ratschläge und Hilfen" zu finden.

Mit dem Wohngeldproberechner können Sie sich Ihren Wohngeldanspruch in jeder nordrhein-westfälischen Kommune (anonymisiert) ausrechnen lassen.

Nach erfolgter Wohngeldprobeberechnung mit dem Wohngeldrechner kann online ein Wohngeldantrag gestellt werden, indem ergänzende Angaben u.a. zur Person, zu den Haushaltsangehörigen und zur Wohnung eingegeben werden.

Seit dem 2. November 2016 steht das Wohngeld-online Antragverfahren auf der Homepage des MBWSV unter der Website des Wohngeldrechners zur Verfügung

Wichtiger Hinweis:
Die auf Basis Ihrer Eingaben errechneten Ergebnisse sind unverbindlich und begründen keinen Anspruch auf Wohngeld. Dieses können Sie nur erhalten, wenn Sie einen schriftlichen Antrag bei der Wohngeldstelle stellen, in deren Bereich Ihre Wohnung liegt und Sie die entsprechenden Voraussetzungen nachweisen.

Antrag Mietzuschuss
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Merkblatt Lastenzuschuss
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